ATHLETEN INFOS - Athletenberichte - Frank Klebs

Rennbericht von Frank Klebs

Der härteste halbe Tag….so die Überschrift in der Ausschreibung.

Für manche ist es so, für manche nicht. Ich war in der ersten Gruppe.

Das Wichtigste aus meiner Sicht vorneweg: Gefinisht. Gesamtzeit: 7:31

Meine Ausgangsziele: 1. Finishen 2. Finishen 3. Zeit < 7 Stunden

Rahmenbedingungen: Meine erste Mitteldistanz. Viel zu heiss, Temperaturen deutlich über 30 Grad. Gift für mich als stark transpirierender Zeitgenosse bei körperlichen Aktivitäten. 1,9 km Swim/90 km Bike/21 km Run

Schwimmen: Fand im Schiersteiner Hafen statt. War insgesamt o.k. und ich bin mit 46.38 min auch für meine Verhältnisse gut durchgekommen. Komisch, dass ich bei den letzten Wettkämpfen immer mit Brustschwimmern kollidiere und mittlerweile als schlechter Krauler der Ansicht bin, Brustschwimmer getrennt starten zu lassen, da diese unter Wasser austreten wie`n Esel und einfach zuviel Platz brauchen :-)

Hat aber auch damit zu tun, dass ich immernoch zu langsam bin, um den Brustschwimmern anfangs davon zuschwimmen.

Radfahren: 1.500 Höhenmeter, einige kräftige Anstiege und Rampen (zweistellige Prozente). Aus meiner Sicht war aber auch das wellige Profil nach den Bergetappen anstrengend, zumal dies in praller Sonne stattfand und man wie gesagt, schon einiges an Höhenmetern in den Beinen hatte. Wenn ich nicht Lichtschutzfaktor 30 im Vorfeld benutzt hätte: ich wäre gegrillt worden. Fazit: bei einer flacheren Strecke hat man sicher die Möglichkeit, sich bei der Hitze etwas „zu schonen“ – hier MUSS man über die Berge. Zeit: 3:45. Auch das war o.k. für mich.

Rennen: 4 Runden im und um den Kurpfalzpark. Teilweise schattig, teilweise in der Mittagssonne. Zum Glück wurden Eiswürfel an den Stationen gereicht -  noch nie habe ich Eiswürfel so genossen. Die ersten 10 km gingen noch, dann wurde es sehr beschwerlich bis km 15, ab dann ging garnichts mehr. Krämpfe in den Oberschenkeln, vorne UND inten (gleichzeitig), Waden, komplettes Programm. Zuwenig getrunken ?

Ich glaube nicht. Während des Radfahrens habe ich 4,5 l getrunken, sowie beim Laufen an den Stationen.

Wobei irgendwann nichts mehr reinging. Auch Essen ging dann nicht mehr. In meiner Verzweiflung habe ich Salzwasser getrunken und dachte, hoffentlich geht das nicht in die Hose :-). Na ja, außer einem

Magenkrampf ging es aber. Ab diesem Zeitpunkt war die Zeit (fast) egal, da man unter 8 Stunden finishen muss, um als Ironman 70.3 in die Wertung zu kommen. Gehen war angesagt, den Schweinehund zu überwinden. Aufgeben gab es nicht, solange ich noch gehen konnte, ohne Krämpfe zu bekommen. Ich hätte heulen können, weil ich so fertig war. Wenn es irgendwie ging, antraben. Aber ehrlich: das ging nicht lange gut. Ich bin nach 2:48 ins Ziel gekommen. Ich hätte nie gedacht, so eine Zeit laufen zu können L Einziger Trost waren die vielen „Geher“, und bei der Gelegenheit hat man auch den ein oder anderen Mitstreiter kennengelernt.

Fazit: wenn ich vorher gewusst hätte, welches Radprofil und welche Temperaturen bei meiner ersten Mitteldistanz auf mich warten – dann hätte ich keinen 100er auf mich gewettet. Als erste Mitteldistanz war`s für mich schon heftig. Gut, mit mehr Training in den Beinen, ohne Einbruch auf der Laufstrecke, könnte ich vielleicht ein anderes Fazit ziehen. Aber ehrlich: ist mir auch irgendwie egal.

Das M kann mir keiner mehr nehmen !

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