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Bericht von Frank Höhn
Ironman 70.3 Wiesbaden "Ein Muss"
Vorweg der Dank an die Helfer, das Orga-Team, die Stadt und den Landkreis. Ich war dabei und habe es geschafft. Froh bin ich, dass ich bereits am nächsten Morgen wieder radeln konnte. So richtig stolz werde ich erst sein, wenn die Aktion nicht nur eine Eintagsfliege war, sondern ich auch die Mahnungen meines Körpers aus dem Rennen aufgreife und mehr für die allgemeine Fitness in Rücken, Bauch und Schultern tue.
Von diesem Einzelschicksal mal abgesehen: Der Ironman 70.3 passt zu Wiesbaden und zum Rheingau-Taunus perfekt, die Zuschauer waren klasse, die Helfer bombastisch. Wenn der Wettkampf wiederkommt, bin ich auch wieder dabei.
Das Training
Auch bei meiner Anmeldung skeptische Blicke aus dem Umfeld. Dabei war sonnenklar: Der Ironman kommt erstmals nach Wiesbaden, für mich als Wiesbadener „Pflicht“ dabei zu sein.
Meine Teilnahme an kleineren Triathlonrennen liegen Jahre zurück. Aktuelle Wettkampferfahrungen konnte ich nur auf der Marathonstrecke anbieten. Im Schwimmbad war ich immer nur zum Platschen mit den Kindern. Der Weg wurde das Ziel. Ich wollte die Chance nutzen, mich auch mal ins Wasser und auf das Rennrad zwingen, um dann im Herbst die Laufschuhe wieder mit neuem Schwung zu treten zu können. Immer nur Laufen ist auch irgendwann öde.
Wettkämpfe sind ideale Ziele, um den inneren Schweinehund aufzuscheuchen. Trotzdem hat es mit einem systematischen Training nicht so recht klappen wollen. Das Radfahren liess sich noch als Weg von der Arbeit einigermaßen regelmäßig einbauen. Symptomatisch war der Juli-Urlaub in Frankreich, der ideale Möglichkeiten zum Schwimmen in Seen brachte, die von mir aber dann doch nur zum Paddeln und faulenzen genutzt wurden. Der echte Ironman zeigt sich halt bei der Vorbereitung.
Im Schwimmbad war ich dann nach dem Urlaub nur ein paar Mal. Als Zwischenetappen hatte ich den den Duathlon Wiesbaden und das Jedermannrennen der Radfahrer eingebaut, das den Wiesbadenern durch die von ihm verursachten Staus noch in guter Erinnerung ist. Beim Laufen habe ich auf die Fitness der Vorjahre gesetzt und bin damit insgesamt mit einem ordentlich schlechten Gewissen ins Rennen gegangen.
Die Aufholjagd
In der Gesamtliste aller Starterinnen und Starter bin auf auf dem 1210. von 1258 klassierten Plätzen aus dem Wasser gestiegen. Dafür war es dann sehr einfach, mein Rad zu finden! Bereits beim ersten Wechsel super Helfer. Dass ich dann mit einer guten Radzeit 20 Prozent des Feldes auf dem Fahrrad überholen konnte, war mein persönlicher Sieg an diesem Tag.
Das (alkoholfreie) Weizen von meinen Freunden an der Streckenhälfte war eine schöne Abwechslung zu Riegeln und Gels, deren Zuführung während des Fahrens ich noch besser üben muss. Beim Laufen war dann aber nicht mehr viel drinn und ich habe viel Zeit verloren.
Der perfekte Abschluss
Mein Beruf hat es mit sich gebracht, dass ich bei der Pressekonferenz eine Woche vorher mit Oberbürgermeister Dr. Müller und Kurt Denk ins Gespräch kam. Beiden konnte ich nach dem Zieleinlauf für die perfekte Organisation und den Mut danken, so ein Ereignis nach Wiesbaden zu holen. Das für mich mich dann schon eine besondere Ehre.
Richtig spannend wurde dann noch einmal der Tag danach: Wie wurde das Ereignis angenommen, was schreiben die Zeitungen, was wird sonst so berichtet? Bis heute habe ich nur mit begeisterten Menschen gesprochen. Das hat mich dann besonders gefreut. Als Wiesbadener, dessen Heimat sich aufgeschlossen und begeisterungsfähig gezeigt hat. Das war beste Werbung für die Stadt und die Region!
Frank Höhn, Startnummer 802

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